Die Geschichte des Zaunes

Edelstahlzäune Zäune, Schmiedeeisenzäune, Tore ...

Die Geschichte des Zaunes

Zäune sind keine Erfindung der Gegenwart. Schon in der Vorgeschichte und in unterschiedlichen Weltenden sind sie zusammen mit kleinen Menschenansammlungen aufgetaucht. Durch Jahrhunderte hatten sie unterschiedliche Funktionen und unterschiedliches Aussehen. Zäune stehen im Mittelpunkt des Interesses nicht nur der Architekten, sondern auch der Archäologen oder auch Kulturanthropologen. Und kein Wunder.

Zäune sind heute, und waren auch damals, ein wesentliches Element der Bebauung, und aus diesem einfachen Grund auch verfolgen die Architekten die historischen Spuren unterschiedlicher Mauern, Zäune und Palisaden. Die ersten Zäune tauchten noch vor der Schriftentwicklung auf. Deren Spuren werden also von Archäologen untersucht, die Formen und Materialien entdecken, die für den Bau der Zäune verwendet wurden. Auch die ersten Urgesellschaften könnten nicht geforscht werden, ohne dass die Bedeutung, die Form und der Umfang der damaligen Ansiedlungen berücksichtigt würden. Zäune hatten schon immer u.a. soziologische Funktionen.

Die ganze Geschichte lässt sich aber in einem kurzen Artikel nicht beschreiben. Sicherlich gibt es darüber umfangreiche Arbeiten, deren Verfasser mit gehöriger Sorgfalt untersucht haben, wie sich der Bau von Zäunen durch Jahrhunderte entwickelte. Die Form des Zaunes war von der geografischen Lage der Ansiedlung, des Dorfes oder der Stadt, von deren Funktion und von den aktuellen Trends in der Architektur abhängig.

Umzäunungen, wie der Name selbst schon sagt, sollten etwas abgrenzen. Dabei nicht immer aus einem und demselben Grund. Zäune wurden rund um Ansiedlungen gebaut, um die Einwohner vor Wildtieren zu schützen. Umzäunt wurden auch Weiden und Felder, um Grenzen zu setzen und Zuchttiere sowie Ernten zu schützen. Zäune konnten auch die Form eines gesicherten Grabens annehmen, so wie z.B. bei Wikingern. Und in Afrika gab es vor allen Zäune aus zugänglichen Materialien, d.h. Stapel oder andere Konstruktionen aus Dickicht oder Reisig. Verschiedene Formen der lokalen Pflanzen bedingten auch die Formen der Holzzäune, z.B. spornten bewaldete Gebiete zum Bau von Umzäunungen aus langen Pfählen und Latten an. Und der Zugang zu großen Steinressourcen ermöglichte den Bau von Steinzäunen und Mauern.

Schutzzäune mussten nicht immer vor Wildtieren schützen. In gewalttätigen Perioden wurde Schutz vor Eindringlingen gebraucht. Zu den frühesten Festungen gehörten Palisaden, Holzzäune aus Pfählen. Die Pfähle wurden dicht nebeneinander, senkrecht oder geneigt, aufgestellt, meistens waren sie gespitzt. Mit der Zeit wurden sie auch mit Schießscharten ausgestattet. Eine andere Form der Festung, die schon in der Antike gebaut wurde und im Mittelalter bekannt war, waren Steinzäune - Mauern. Mauern umgaben Burgen und es konnten auch viel kompliziertere Festungen als gewöhnliche, einfache Mauern gebaut werden. Mauern konnten mit Schießscharten, Türmen und Toren ausgestattet werden. Es kam auch vor, dass Burgen mit zwei Mauern umgeben wurden und der Zwischenmauerraum einen zusätzlichen Schutz gewährleistete.

Mit der Zeit konnten die Umzäunungen immer öfter die Zierfunktion statt der Schutzfunktion übernehmen. Und aus diesem Grund auch gewannen sie an Ästhetik und gaben ihren Barriere-Charakter auf. In der Renaissance wurden die Schutzmauern niedriger gebaut. Sie verwandelten sich zu Schutzdämmen. Die Architektur fand an halbrunden Bögen, Kuppeln, Balkons und Geländern Gefallen.

Das 19. Jahrhundert brachte ganz neue Zaunformen mit sich. Die immer wachsende Anzahl von Menschen hinter den Stadtmauern, die die Entwicklung und den Ausbau der Städte hemmten, verursachte, dass die meisten Festungen abgeschafft wurden. Die Organisation der lokalen Gesellschaften hat sich geändert, die Höfe und die Stadtbebauung wurden anders geplant. Die Städte wollten sich von anderen Städten nicht mehr abgrenzen. Und den Menschen dagegen wurde individuelles Eigentum bewusst, und mit großer Vorliebe wollten sie ihre Grundstücke umzäunen.

Heute dient der Zaun zur Einfriedung unseres Eigentums, zeigt fremden Menschen, wie weit sie sich nähern können. Zäune stehen sehr oft auch im Einklang mit der Architektur des Gebäudes. Hier sowie an dem Zaun und dem Gelände des Balkons oder der Terrasse können wir dieselben Ziermotive beobachten. Der Zaun sagt fremden Leuten auch etwas über den Hauswirt, ob er sich die Tradition oder die Moderne ins Herz geschlossen hat. Sicherlich könnten wir hier Unterschiedliches über die Hauswirte, Zäune oder Umzäunungsarten erzählen, dies überlassen wir jedoch den Psychologen.

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